Gestern Abend war es wieder soweit, die 5 Hardrock Urgesteine von AC/DC waren zu Gast in der Schweiz und gaben Bern die Ehre. Auch ich war wie schon im letzten Jahr natürlich dabei. Als Vorband heizte Krokus ein (wie übrigens vor 30 Jahren zur Back in Black Tour), Was ihnen nicht so schlecht gelang wie von einigen erwartet (Chris von Rohr selbst hatte ja seine Bedenken geäussert) AC/DC begann wieder mit dem pompösen Rock’n'Roll Train Intro (Ihr wisst schon: AC/DC in Zürich) Was mangels absoluter Dunkelheit weniger Eindrücklich war als im Hallenstadion. Bei Rock’n'Roll Train hatte vor allem Brian Johnson noch etwas Mühe im Takt zu bleiben, was sich beim zweiten Song (Back in Black) Schlagartig korrigiert hat. Generell machte die Band erstaunlicherweise einen fitteren Eindruck als letztes Jahr. Die 8 jährige Pause zwischen Stiff Upper Lipp und Black Ice hatte scheinbar etwas Standschäden verursacht. Die ganzganzganzganz grossen Hits ala Back in Black, Thunderstruck, Highway to Hell, TNT oder Let There Be Rock fehlten nicht, wobei auf der Rückfahrt im Zug Diskussionen entstanden sind, dass wichtige Hits wie Who Made Who oder Moneytalks fehlen, dafür aber die neuen (Rock N Roll Train, Black Ice, War Machine) zum Zug kommen. Nun ja, eigentlich kein Wunder: AC/DC Kann an ein Beispielloses Repertoire an Hits zurückgreifen wie keine Band sonnst. Schon alleine vom Back in Black Album sind sämtliche 10 Songs an einem AC/DC Konzert “mehrheitsfähig” Es wurden auch ganze 4 Songs aus diesem Album gespielt: Back in Black, Hells Bells, You Shook Me Al Night Long sowie Shoot To Thrill und alle 4 gehören einfach zu jedem AC/DC Konzert wie Ketchup auf die Pommes oder ein Bier zur Bratwurst
. Ein auch ein AC/DC Konzert kann einfach nicht 2 Wochen dauern (mir würden Spontan geschätzte 20 Songs in den Sinn kommen, welche gefehlt hätten) Wie dem auch sei, interessant fand ich den Unterschied zwischen KISS und AC/DC, Während bei KISS alles bis ins Detail durchorganisiert ist, Musikalisch schon fast steril wirkt und sie alles Einsetzen was Spektakel verspricht, kommt bei AC/DC irgendwie alles Improvisiert rüber, die Band wirkt authentischer, näher, lauter, dreckiger…
…naja, halt einfach geiler (ichweisichweis, nicht gerade Objektiv
)
Alles in allem: ein Hammerkonzert sowohl Publikum (42000 Zuschauer, gemäss Blick am Abend) als auch Band(s) gaben alles, Note 12 auf meiner 10er Skala (es wäre eine 20 geworden, hätten sie Ride On gespielt), und subjektiv etwas besser als vor einem Jahr.
Und vor allem: Die Welt ist wieder in Ordnung, Angus trägt sein Haar nun wieder Lang.
Hier noch eine kleine Impro: