Heute wurde bekannt, dass die Freiburger Traditionsbrauerei Cardinal per Juni 2011 dicht gemacht werden soll, wieder einmal. Die Produktion soll nach Rheinfelden verlegt werden, wieder einmal. Diesmal ist nicht die böse Feldschlösschen für die Schliessung verantwortlich, sondern das Mutterhaus Carlsberg in Dänemark.
Geschichte scheint sich tatsächlich zu wiederholen. 1996 wurde schon einmal die Schliessung beschlossen. Nach heftigsten Protesten wurde dieses Vorhaben wieder sein gelassen. Nun soll die Produktion der Nummer 2 in der Schweiz, aus unserem Kanton verschwinden, wieder einmal. Schade, so haben doch die Herrschaften in Rheinfelden KEINE AHNUNG wie man gutes Bier braut, Feldschlösschen ist und bleibt bää! Und das soll nun auch mit UNSEREM Cardinal passieren (wieder einmal)?
Ich sage nein!
So mein Aufruf für den heutigen Tag:
VIVÉ LE REVOLUTION!!! Auf die Strassen ihr Brüder im Geiste. Wir haben vor 14 Jahren gezeigt, dass wir den “unumstösslichen” Entscheid beeinflussen können. Zerstört den bestand an Carlsberg und Feldschlösschen Bier im Kanton öffentlich, wir schütten die Brühe in die Saane, oder den Schiffenensee. Schenkt dazu Cardinal Freibier und Juscht’s aus. Zum Bier gibt’s Häpperestock, Brägu, Seislerbrätzele, Chuchaule, Fondue moitie moitie, und Büschelibííre!
Ihr Beizer, macht mit. Unser Kanton muss ab Mitte 2011 Carlsberg frei werden. In keinem Restaurant, keiner Bar, nirgends im Kanton sollte eines der folgenden Biere erhältlich sein:
- Anker, Rheinfelden AG
- Cardinal, schon bald Rheinfelden
- Gurten, Bern
- Feldschlösschen, Rheinfelden AG
- Hürlimann, Zürich
- Löwenbräu Zürich
- Valaisanne, Sitten
- Warteck, Basel
- Tuborg, Kopenhagen
- Tetley’s, Leeds (UK)
- Astra, Hamburg
- Elephant Beer
- Feldschlößchen in Dresden
- Gatz Alt, Krefeld
- Hannen Alt, Krefeld
- Holsten Pilsener
- Lübzer, Lübz
- Baltika, Marktführer in Russland
- Pripps Blå, Marktführer in Schweden
- Kronenbourg, Marktführer in Frankreich
- Karhu, Marktführer in Finnland
- Ringnes, Marktführer in Norwegen
- Super Bock, Marktführer in Portugal
- Okocim, Bosman und Harnas, Polen
- Pirinsko und Shumensko, Bulgarien
- Saku, Estland
- Splügen und Bock 1877, Italien
- Troy und Venüs, Türkei
- Lav, Serbien
- PAN, Kroatien
Ebenfalls sollte wann immer möglich sowohl Privat, wie öffentlich so oft wie möglich das Image dieser Marken (Mit Ausnahme des echten Cardinal’s) geschädigt werden.
Ihr Berner, Walliser, Zürcher und Basler euch hat’s schon oder wird’s auch noch treffen, stehen wir gemeinsam ein für ein Stück Schweizer Kultur!!!
Wollen wir doch mal sehen, ob so Schliessung wirklich so rentabel ist. Kann Carlsberg auf über 200’000 Erwachsene Freiburgerinnen und Freiburger verzichten? Der Durchschnittsbierkonsum eines Schweizers liegt bei über 57, Rechnen wir mal mit 100’000 Biertrinkern (Das dürfte ein eher pessimistischer Wert sein, 1996 wurde eine Petition der Welschfreiburger Zeitung la liberté von 80’000 Leuten Unterzeichnet!!!): 5’700’000 Liter Bier, welches dem Carlsberg Konzern so theoretisch durch die Lappen gehen würde. 57’000 Hektoliter??? Ein Kurzer Blick auf Leshop.ch zeigt, dass der Preis für den Liter Bier im Handel zwischen 3 und 4 Franken liegt. mit Zwischenhandel, Mehrwertsteuer und Margen wird Carlsberg pro Liter geschätzt zwischen 1.50 und 2 Franken verdienen, mal 5’700’000: Zwischen 8,5 bis fast 12 Mio. Einnahmen. Das wird so nicht Rentieren!!!
Also, ihr Freiburger, ihr Seislerbuebe. Auf die Strasse mit euch, dass lassen wir nicht auf uns sitzen!!!
Stossen wir also an auf eine grosse Schweizer Erfindung: Die Volkssouveränität!!!
